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WhatsApp: Alternativen ohne Schnüffeln

In der FAZ vom 26.03.2019 beschreibt Michael Spehr fünf Alternativen zum Schnüffelprogramm WhatsApp: "Whatsapp gehört seit 2014 zu Facebook, die Gründer haben das Unternehmen verlassen, und Whatsapp gibt entgegen ursprünglicher Beteuerungen private Nutzerdaten an Facebook weiter". Wie Facebook mit solchen Daten verfährt, sollte bekannt sein. Grund genug also, sich nach anderen Möglichkeiten umzusehen. (Einen erschöpfenden Überblick bietet diese Tabelle.)

Wenn man sinnvolle Auswahl-Kriterien wie Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Nachrichten, sichere Verwahrung des Schlüssels auf Ihren Geräten, Überprüfbarkeit der App-Software, Nutzbarkeit auf Android und iOS, Verbreitung vorgibt, bleiben fünf namhafte Gegenvorschläge zu Whatsapp: Line, Signal, Threema, Viber und Wire. Davon sind Signal und Threema die wichtigsten. Ein Manko aller alternativen Messenger ist leider die im Vergleich zum Platzhirsch Whatsapp wesentlich geringere Nutzerzahl. 

Als klaren Sieger benennt Spehr das kostenlose Programm "Signal", das auch Edward Snowden empfohlen hat und das der Favorit der "Netzelite" sei. Die wesentlichen Gründe: völlige Transparenz des Programms (Open Source), geringst mögliche Nutzerdatenspeicherung (nur Registrierungsdaten und Zeitpunkt des letzten Einloggens).

Hierzu ein vielsagender Hinweis: Die gemeinnützige Signal-Stiftung erhielt laut Wikipedia 2018 vom WhatsApp-Gründer Brian Acton ein Startkapital von 50 Millionen US-Dollar!

Eine mögliche Alternative ist auch das Schweizer Programm Threema (einmalige Kosten: 2,99 € für Android, 3,49 € für iOS). Der Verschlüsselungsteil der Software ist zugänglich; der Rest ist Firmengeheimnis. Man muss also Threema vertrauen. Dies versucht Threema zu erleichtern, indem es sich kürzlich von der FH Münster vollständig untersuchen ließ. Laut Audit-Bericht wurden keine kritischen Schwachstellen gefunden; entdeckte kleinere Mängel wurden inzwischen behoben. Sollten Sie einen Standort in Europa vorziehen, wählen Sie Threema.

Sie sollten in jedem Fall umsatteln! Wir empfehlen Signal.

Nun müssen Sie es nur noch tun. Machen Sie einen Anfang und überzeugen Sie Ihre Bekannten, damit sich die bessere Lösung durchsetzt und durch den größeren Nutzerkreis attraktiver wird. (05.04.2019)

Suchmaschine Startpage besser als Google

Die Stiftung Warentest hat 10 Suchmaschinen getestet und die Ergebnisse im aktuellen Heft „test“ 04/2019 veröffentlicht (https://www.test.de/Suchmaschinen-im-Test-Eine-schlaegt-Google-5453360-0/). Das Ergebnis überrascht nicht: Google ist eine sehr gute Suchmaschine mit besten Suchergebnissen, aber „Startpage“ (https://www.startpage.com/de/) ist besser, weil bei gleicher Qualität der Suchergebnisse der Datenschutz besser gewahrt wird. Startpage sendet weniger Daten an die verwendete Suchmaschine Google, so dass die angezeigten Ergebnisse nicht personalisiert sind. Das bedeutet, dass z. B. Suchergebnisse und eingeblendete Anzeigen nicht auf das Profil des Suchenden abgestimmt werden können und dadurch neutral sind.

Startpage hat seinen Sitz in den Niederlanden und unterliegt damit den strengeren Datenschutz-Richtlinien der EU. Ein paar Einzelheiten zu Startpage lesen Sie hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Startpage.

Dieser Test bestätigt unsere Beratung: seit vielen Jahren schlagen wir Startpage, zuvor das in Startpage aufgegangene Ixquick, als Standardsuchmaschine vor und richten sie dann ein. (30.03.2019)

Gefährlicher Computerschädling unterwegs

Seit ein paar Wochen wird der Trojaner „Emotet“ in Anhängen von Mail-Nachrichten verbreitet. Einzelheiten können Sie z. B. bei Heise Security nachlesen. Die Entwicklung von Emotet ist so weit fortgeschritten, dass er unter dem Radar von Virenwächtern auf PCs gelangen kann, wenn der Mail-Empfänger nicht zusätzlich argwöhnisch aufpasst. Im Zweifel öffnen Sie nicht den Anhang; denn dann kann der Trojaner aktiv werden. Ist er erst einmal auf Ihrem Windows-Rechner fleißig, spioniert er z. B. Ihr Adressbuch aus und kann weitere Schadmails unter Ihrem Namen versenden. Daraus folgt auch, dass selbst bei Mails mit Anhängen von bekannten Absendern Misstrauen angezeigt ist. Außerdem lädt er weitere Schadsoftware nach. Öffnen Sie fragliche Anhänge besser nicht. Wir helfen Ihnen bei der Analyse solcher Nachrichten.

Ist Ihr Computer befallen, hilft meist nur noch, Ihr Gerät komplett zu löschen und neu aufzusetzen, wie die Zeitschrift PC-Welt in ihrer Ausgabe 2/2019 schreibt.

Hoffentlich haben Sie dann ein Backup Ihrer Fotos, Schreiben und anderer persönlichen Daten! Wir richten Ihnen gern eine Datensicherung ein. (27.12.2018)

Weniger Spione in Ihrer Tasche

Die in dem nachfolgenden Beitrag "Spione in Ihrer Tasche" verlinkte Untersuchung aus Oxford erwähnte, dass eine vergleichbare Analyse des Verhaltens von "iPhones", den Smartphones von Apple, wenig ergiebig sei, denn es gibt keine gleichwertigen Analysemethoden für iOS-Apps. Dazu beträgt der Marktanteil von iPhones weniger als 20 %. Außerdem hat Apple in den letzten Jahren schon einige Schritte gegen Tracking durch Dritte unternommen und jetzt mit Einführung des Betriebssystems iOS 12 seinen Browser "Safari" weiter gegen solche Spionage gerüstet. Offenbar sind diese Maßnahmen wirksam, wie die Klagen der Werbewirtschaft belegen. (07.11.2018)

Spione in Ihrer Tasche

Benutzen Sie ein Handy mit dem Betriebssystem Android? Wahrscheinlich, denn 4 von 5 Smartphones laufen unter Android. Dann haben Sie wohl einen Spion in Ihrer Tasche. Dies ist das Untersuchungsergebnis einer Wissenschaftlergruppe in Oxford, GB. Über Ergebnisse dieser wissenschaftlich gründlichen Analyse berichteten kürzlich z. B. auch die FAZ, die deutschsprachige Website Wallstreet online oder der britische Independent.

Die Forscher untersuchten nahezu 1 Million Apps aus dem Google Play Store auf „Tracker“. Das sind in der jeweiligen App eingebettete Programmteile, die das Nutzerverhalten wie ein Spion beobachten und an einen dort definierten Empfänger senden. Die Abnehmer legen mit den ausspionierten Daten individualisierte Profile zur zielgenauen Beeinflussung an. Diese Datensammlungen werden meist ohne Wissen und Zustimmung der Nutzer erstellt.

Die Details der Untersuchung sind ernüchternd. In 90 % aller Apps war mindestens ein Tracker eingebaut, in 18 % sogar mehr als 20. 90 % der Empfänger der Nutzerdaten aus den untersuchten Apps sitzen in den USA. Auf den ersten sechs Rängen rangieren wenig überraschend die Google-Holding Alphabet und ihre Tochter-Firmen mit Abstand vor Facebook, Twitter sowie Verizon mit u. a. Yahoo, AOL, Flickr, gefolgt von Microsoft und Amazon. Diese Firmen kennen uns am Ende besser als wir uns selbst. So wird auch klar,

  • wie personalisierte Werbung arbeitet,
  • wie etwa „Echokammern“ funktionieren,
  • wie Facebook meine „Personen, die du kennen könntest“ bereits kennt,
  • wie Verhalten beeinflusst werden kann und auch bereits wird.

Erwartungsgemäß wird von Google die Seriosität der britischen Untersuchung angezweifelt und auf methodische Fehler der Forscher hingewiesen. Dies ist jedoch unwahrscheinlich, weil die Forscher selbst auf Schwierigkeiten bei der Datenerhebung hinweisen und ihre Methoden der Datenbeschaffung und -auswertung transparent darlegen.

Eine anderes Verfahren nutzt die Werbe-Software Silverpush: Hier werden im Ultraschallbereich Tonsignale abgestrahlt und von installierten Android-Apps empfangen und beantwortet. Damit lassen sich z. B. in Geschäften Bewegungsprofile und natürlich Nutzerprofile von Kunden anlegen. Forscher der TU Braunschweig haben in über 230 Android-Apps diese Verfolgungs-Programme entdeckt. Eingesetzt werden sie u. a. von Google, McDonalds, Nestlé.

In Deutschland setzen z. B. beliebte Websites wie Immobilienscout24, Computerbild, Chefkoch „Session Replay Scripts“ ein. Das ist eine weitere Methode, die ähnliche Ergebnisse beim Aufruf von Websites liefert. Hier greift die Datenschutzgrundverordnung der EU offensichtlich auch noch nicht.

Seit dem Datenskandal Facebook/Cambridge Analytica und der möglichen Wähler-Beeinflussung im US-Präsidentschaftswahlkampf sollten wir alle wachsam bei unaufgefordert zugestellten Nachrichten, vorsichtig beim Umgang mit den eigenen Daten und wählerisch bei der Nutzung von Apps sein. (03.11.2018)

Windows-10-Update "1809" wieder verfügbar

Das gemeldete Problem im aktuellen Windows-10-Upgrade ist behoben. Wen Einzelheiten interessieren, kann sie z. B. in der Zeitschrift "PC-Welt" nachlesen. Nach übereinstimmenden Berichten waren nur einige Anwender von dem gemeldeten Fehler betroffen. Wir werden die Aktualisierungen jetzt wieder aufnehmen. (12.10.2018)

Windows-10-Update "1809" vorerst gestoppt

Mehrere Medien berichten heute über mögliche Schwierigkeiten mit dem aktuellen Windows-10-Funktionsupdate auf die Version "1809", u. a. auch die Zeitschrift "com! Professional". Es soll bei Anwendern vorgekommen sein, dass Dateien nach dem Update nicht mehr gefunden wurden und möglicherweise gelöscht waren; sie ließen sich aber wieder herstellen. Wir haben bereits ca. 10 unterschiedliche Rechner ohne diese Beobachtung umgestellt. Die Lage ist unübersichtlich. Deshalb hat Microsoft die aktuelle Update-Version zurückgezogen, um die Situation zu klären und zu bereinigen. Solange werden wir auch keine weiteren Aktualisierungen vornehmen. (09.10.2018)

Sicherheits-Checkliste

Die renommierte Computer-Zeitschrift „c't“ hat in ihrer Ausgabe 20/2018 vom 15.09.2018 eine Sicherheits-Checkliste veröffentlicht, in der rund um den Internetzugang Einstellungsempfehlungen für PC, Handy, "Social Media", Browser, Router etc. gegeben werden. Sie können hier nützliche Anregungen lesen, bei deren bedarfsgerechten Umsetzung auf Ihren Geräten wir Sie gern unterstützen. (27.09.2018)

Windows-10-Funktionsupdate "1809"

Microsoft kündigt das nächste große Funktionsupdate für Windows 10 für Oktober an, so ein aktuelle Meldung in der Zeitschrift „com! professional“, sofern keine erheblichen Mängel auftauchen, die zu Verzögerungen führen wie im April dieses Jahres. Der reguläre "Patch-Day" wäre der 09.10.2018.

Es wird einige interessante Erweiterungen und neue Funktionen geben. Unsere bisherigen Erfahrungen mit den großen Funktionsupdates sind durchwachsen. Deshalb empfehlen wir Ihnen den Besuch unserer Beratungsstunden, um die Installation durchzuführen. (04.09.2018)

Googles Datenhunger ist unersättlich

Die Computerzeitschrift „com! professional“ meldet am 28.08.2018 in ihrem Online-Dienst, dass Google über seinen Browser „Chrome“ Nutzer auch dann ausspionieren kann, wenn der „Inkognito-Modus“ eingestellt worden ist. Dieses sogenannte „Tracking“ ist auch auf Websites möglich, die nicht von Google stammen.

Wir hatten schon lange die Vermutung, dass Google alles abgreift, was zu greifen ist, und deshalb auch vom Einsatz von Chrome abgeraten. Dieser Verdacht ist nun von Forschern in den USA bestätigt worden.

Ebenso ist nun auch bekannt geworden, dass Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android die Standortinformationen bis zu 340 Mal am Tag an das Unternehmen übermitteln, wenn Chrome im Hintergrund geöffnet ist. Der Privatmodus bietet also keine Vertraulichkeit. Im Internet ist nichts kostenlos; im Zweifel zahlt man mit seinen persönlichen Daten.

In den Beratungsstunden des Vereins erhalten Sie kostenlos Hinweise und Vorschläge, wie Sie unfreiwillige Datenübermittlung an Google, Microsoft und Co. reduzieren können. (28.08.2018)

Brauchen wir einen zweiten Virenscanner bei Windows 10?

Diese Frage stellt sich nach der Lektüre des Artikels „Weg mit dem Virenscanner!“ aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) vom 26.08.2018. Dort schreibt die FAS: „Zum Scannen von Dateien versuchen Virenschutzprogramme direkt in die Arbeitsweise des Browsers einzugreifen. Sicherheitslücken der Antivirensoftware machen auf diese Weise auch den Browser unsicher.“

Sie müssen abwägen, ob Sie sich diesen zusätzlichen Risiken weiterhin aussetzen wollen oder ob Sie „Defender“, dem in Windows integrierten Schutz, vertrauen. Wir besprechen diese Frage mit Ihnen gern umfassend. In unseren Beratungsstunden können Sie sich hierzu kostenlos informieren. (28.08.2018)

Kein Backup? – Kein Mitleid!

So lautet das Motto auf einem Turnbeutel, den die angesehene Computerzeitschrift „c't“ verkauft.

Ganz so herzlos sehen wir das nicht. Aber das Motto sollte ein Weckruf für alle sein, die wichtige Dokumente, unersetzliche Fotos oder andere Schätze auf ihrem Rechner speichern.

Wir erleben bei unseren Beratungen öfters, dass Daten versehentlich gelöscht werden oder durch einen Computerfehler im Nirwana verschwinden oder durch Viren zerstört werden. Wohl dem, der vorgesorgt und rechtzeitig für eine Sicherung der Daten gesorgt hat.

Der Verein PC-Hilfe 50+ berät Sie individuell über geeignete und regelmäßige Sicherungsmaßnahmen. (26.08.2018)